Wirkungsgleiche Übertragung von Reformen von der GKV auf die PKV.

Wartezeiten gesetzlich Versicherter auf Facharzt-Termine sind oft zu lang. Die Reformen im Gesundheitswesen sollen deswegen wirkungsgleich auf die Private Krankenversicherung übertragen werden. Wieso das nicht der richtige Weg ist.

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Wirkungsgleiche Übertragung von Reformen von der GKV auf die PKV.

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Wirkungsgleiche Übertragung von Reformen von der GKV auf die PKV. Wirkungsgleiche Übertragung von Reformen von der GKV auf die PKV.

Eine Aussage, die ich eher von Bärbel Bas oder Karl Lauterbach erwartet hätte. Nicht aber vom vermeintlich ökonomisch versierten Bundeskanzler Merz.

Wartezeiten, besonders auf Facharzt-Termine, sind oft zu lang für alle, die gesetzlich versichert sind. Die Reformen im Gesundheitswesen sollen deswegen nun wirkungsgleich auf die PKV übertragen werden. So steht es zwar auch im Koalitionsvertrag, das macht die Aussage aber auch nicht besser.

Die Probleme der GKV über die PKV lösen zu wollen, ist der falsche Weg. Zum besseren Verständnis hilft ein Blick auf das System.

Die GKV ist umlagefinanziert. Das bedeutet, wer heute einzahlt, finanziert die Leistungen von heute. In einer alternden Gesellschaft gerät das zunehmend unter Druck. Hinzu kommt das Sachleistungsprinzip. Jeder hat Anspruch auf die maximale Leistung, auch das treibt die Kosten. Mit Budgetierung sollen daher die Ausgaben begrenzt werden. Wenn das Quartalsbudget eines Arztes aufgebraucht ist, arbeitet er für wenig oder kein Geld. Ein Grund, warum Termine für GKV- Versicherte knapp sind, die für Privatpatienten in der Regel nicht.

Die PKV arbeitet nach dem Äquivalenzprinzip. Die Prämie richtet sich nach dem individuellen Risiko, wer Eigenverantwortung übernimmt, senkt seine Prämie. Aber auch die PKV hat ihre Schattenseiten: Mit dem Alter steigt das individuelle Risiko und damit die Prämie. Ein Wechsel ist kaum noch möglich, es sei denn in den Basistarif. Die Abrechnung nach GOÄ mit Zuschlägen kann einerseits zu Überversorgung führen. Und zum Gegenteil, wenn Versicherte medizinisch notwendige Leistungen aus Kostengründen nicht wahrnehmen. Trotzdem gilt, die PKV stabilisiert Arztpraxen und finanziert Personal und Geräte mit. Würden Privatpatienten in die GKV überführt, stiegen zwar die Einnahmen – aber auch die Ausgaben. Bleibt die Budgetierung, hieße das: alle warten künftig l…