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Kaum als Gesundheitsminister vereidigt, scheint sich zu zeigen, was wirklich dran ist am schneidigen Carsten Linnemann, der gerne ein "einfach mal machen" auf den Lippen hat.
„Einfach mal machen" klingt so leicht und locker, besonders dann, wenn man bei ungeduldigem Publikum punkten will. Bis man dann selbst Verantwortung trägt. Dann reichen die Erkenntnisse zahlreicher Arbeitsgruppen und Expertenkommissionen plötzlich nicht mehr aus.
Statt „einfach mal machen" und das, was bereits vorliegt, in Maßnahmen zu überführen, soll es nun also eine „Strukturkommission Pflege" retten.
Dabei liegen die Antworten doch längst auf dem Tisch:
➡️ Die Finanzierung von Pflege muss jetzt durch nachhaltige Reformen gesichert werden, um dem demografischen Wandel überhaupt Stand halten zu können. Hier braucht es mutige Konzepte für mehr Kapitaldeckung und weniger Abhängigkeit vom umlagebasierten System. ➡️ Es braucht mehr Prävention, um Pflegebedürftigkeit, wenn nicht zu verhindern, zumindest hinauszuzögern. ➡️ Dringend muss Bürokratie weiter abgebaut, muss die Digitalisierung, müssen KI-gestützte Lösungen vorangetrieben werden – damit mehr Zeit für die Pflege am Menschen ist. ➡️ Die Anerkennung von Fachkräften muss beschleunigt und vereinfacht werden. ➡️ Statt ständige Gängelungen muss es für alle Anbieter, ob öffentlich-rechtlich, frei-gemeinnützig oder privat, einfacher gemacht werden zu investieren. Jetzt ist der Moment in dem der Grundstein für die Infrastruktur von Morgen gelegt wird. ➡️ Neue innovative Konzepte müssen schnell umgesetzt werden, dabei muss sektorenübergreifend gedacht werden, ohne Einzelanbieter zu bevorzugen.
Immerhin hat der Minister erkannt, dass etwas getan werden muss, damit in den 2030er Jahren kein Pflegekollaps droht. Umso unverständlicher, wieso eine weitere Runde mit der "Strukturkommission Pflege" gedreht werden soll. Jetzt aber heißt es, keine weitere Zeit verlieren, sondern loslegen. Sehr geehrter Herr Minister Linnemann- jetzt heißt es „einf…
